Ja, mein lieber Blog, ich habe Dich in den letzten Wochen ziemlich vernachlässigt, aber ich gelobe Besserung.
Und damit Du nicht denkst, ich hätte Dich vergessen, werde ich Dir gleich die Story von meinem wundervollen Internetanschluss erzählen.
Fall Du nur nie auf Werbung rein und sei nie so blauäugig wie ich! Versprich mir das!
Was meinst Du, dann solle ich keine Werbung einbinden? Aber mein Guter, das ist doch eine ganz andere Geschichte ...
Also hör zu!
Als nach dem 20. Februar meine Internetverbindung ausfiel, brauchte ich dringend eine neue. Nichts leichter als das, dachte ich. Überall gibt es Werbung für mobiles Internet, das sofort funktioniere und ab 9,99 Euro im Monat koste.
Also marschierte ich los.
Der 1. Anbieter hatte keine Modems vorrätig, beim 2. sah es auch nicht viel besser aus. Der 3. wusste nicht, wann er neue Modems reinbekommt.
Beim 4. endlich hatte ich Glück.
Super, dachte ich. Und weil ich ja viel im Internet zu tun habe, entschied ich mich bei Vertragsabschluss für die schnellste Verbindung. Die kostet im Monat zwar 19,95 Euro, aber alles andere hätte ich für falschen Geiz gehalten.
Frohen Mutes verband ich dann das Modem mit dem USB-Anschluss und wartete auf das Signal, das nicht kam. Es kam und kam nicht.
Ich rief die Hotline an. "Wir haben technische Probleme", antwortete man mir. "Wir melden uns, sobald diese gelöst sind."
Sie waren es nicht nach zwei Tagen und auch nicht nach drei Tagen.
Am vierten Tag dann der ersehnte Anruf.
Und tatsächlich: Das Modem empfing ein Signal und ich sah in der Ferne Google blinken.
Aber nur ganz kurz, dann war der Zauber vorbei.
Ich rief wieder die Hotline an. Kostenpflichtig natürlich. Nach ewigen Wartezeiten wurde ich mit dem technischen Service verbunden.
Der nette Mann am anderen Ende der Leitung fragte mich alle Einstellungen des Modems ab und bestätigte ihre Richtigkeit.
Das wunderte mich nicht, schliesslich hatte ich daran nicht rumgespielt.
Er würde mich zurückrufen, wenn er den Fehler gefunden hätte.
Ich wartete einen Tag, ich wartete zwei Tage. Noch kein Rückruf.
Also rief ich wieder an. Kostenpflichtig narürlich.
Etwas unwirsch sagte man mir nach längerer Wartezeit, man habe doch gesagt, man rufe zurück, wenn man den Fehler gefunden habe. Aber man habe ihn noch nicht.
Langsam wurde ich ungeduldig. Wozu hatte ich einen Internetanschluss, wenn ich jeden Tag ins Internetcafe musste, um wenigstens mal ins Netz schauen zu können.
Ich schnappte mir Modem und Vertrag und machte mich auf in den Laden.
Wieder warten. Lange warten.
Dann nahm der junge Mann mein Modem und schloss es an sein Notebook und siehe da, er kam ins Netz..
Bestimmt habe man den Fehler gerade gefunden, meinte er.
Ich wunderte mich noch über das blaue Lämpchen, das auf dem Modem brannte, bei mir war es immer ein grünes. Das liege am Netz, meinte er nur.
Und wenn sich meine Probleme mit dem Anschluss nicht geben würden, es könne an der Gegend bei uns liegen, dann müsse ich mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen.
Deshalb sei ich ja da, meinte ich.
Nein, entgegnete er höflich aber bestimmt. Er sei nur Reseller und nicht Anbieter.
Wie ich denn den Anbieter erreiche, wollte ich wissen. Na, nur über die Hotline. Prima, die hatte ich schon teuer genug bezahlt.
Es müsse doch einen anderen Weg geben. Ja, meinte er, den Hauptsitz der Firma, aber ich solle erst noch einmal probieren.
Ich wieder zurück. Natürlich funktionierte nichts.
Also suchte ich mir den Hauptsitz der Firma raus und fuhr hin.
Tolle Idee! Man habe keinen Service im Hause. Die ganze Firma arbeite mehr oder weniger nur über das Netz. Super!
Unverrichter Dinge und wütend zog ich ab.
Sollte ich wieder die Hotline anrufen? Wozu? Zum Geld ausgeben? Hatte ich nicht durch den nicht funktionierenden Internetanschluss schon genug verloren?
Ich setzte mich also vor meinen PC und drehte Däumchen. Auch eine Art der Beschäftigung.
Zum hundersten Mal installierte ich dann die Software neu. Natürlich ohne eine Auswirkung. Dann fing ich an, an den Einstellungen des Modems zu spielen und auf einmal, ich glaubte meinen Augen kaum zu trauen, sah ich Google.
Ich kam mir vor wie im Märchen. Die Verbindung war schlecht und hielt nur wenige Minuten, aber sie war da.
Ich spielte weiter. Immer wieder sah ich kurz Google. Und endlich nach zwei weiteren Tagen Spielerei hatte ich eine Einstellung herausgefunden, mit der das Netz lief.
Zwar nur so lala und an Upload von ganzen Websites ist nicht zu denken.
Aber weisst Du, lieber Blog, der Mensch ist ja schon mit so wenig zufrieden.
In diesem Schneckentempo läuft das Netz immer noch. Alle 1-2 Stunden muss ich den Rechner neu booten, damit es weiterläuft. Aber es läuft.
Und einzelne Seiten hochladen kann ich auch. Das ist doch was.
Und dennoch mache ich drei Kreuze, wenn ich diese Woche endlich das ADSL-Modem (den Anschluss hatte ich gleichzeitig beantragt) kriege.
Kannst wenigstens Du mich verstehen, lieber Blog?
Dienstag, 25. März 2008
Zwiesprache mit Blog - ein seltsamer Dialog
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Montag, 1. Oktober 2007
Kleine Zwischenbilanz zum Hundersten
Die Hundert ist immer ein guter Moment, einen Augenblick innezuhalten und zurückzublicken.
Auch wenn es wie hier nur um den 100. Beitrag in unserem am 12. August 2007 gestarteten Blog "SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist out", in dem sich alles um Themen des Internets dreht, geht.
37 Beiträge im August, 62 im September belegen, dass wir uns bemühen, brandaktuell zu berichten und zu informieren und den Puls des Internets und des Online-Business stets im Blick behalten.
58 mal wurden Beiträge unseres Blogs kommentiert.
Die Posts
- SEO-Witze in Aktion und
- Was ist verwerfliches an Suchmaschinenoptimierung?
fanden die meiste Beachtung.
176 Stimmen wurden in den zwei von uns durchgeführten Umfragen insgesamt abgegeben.
Auf die Frage welcher Faktor für den Erfolg einer Website verantwortlich zeichnet, meinte die Mehrzahl unserer Leser, dass es ein Ensemble aus Layout, Linkpopularität, Content und Promotion sei.
Die Frage, ob sie bezahlte Links über die Google-Webmastertools melden würden beantworteten über 50 Prozent mit nein. 36 % würden eine Meldung nur bei einem Wettbewerber vornehmen.
Wir freuen uns auf die nächsten 100 Posts, interessante Diskussionen mit unseren Lesern und wünschen allen einen erfolgreichen Start in den Oktober.
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conni
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Labels: Blog, Internet-Marketing, vedava
Samstag, 15. September 2007
Ist ein Blog ein Akquiseinstrument?
Mit der provokanten Einstiegsthese, dass Bloggen reine Zeitverschwendung sei und wenig mit dem eigenen Business zu tun habe, geschweige denn dieses fördern würde, wurde gestern in der Xing-Gruppe Akquisation kontrovers und ausführlich über das Thema Blog diskutiert.
Eigentlich kann ich die Aufregung nicht verstehen. Jeder wird doch selbst entscheiden können, ob Bloggen, etwas für ihn ist.
Wer es nur tut, weil es gerade Mode ist, und eigentlich selbst gar nichts zu sagen hat, sollte es lieber bleiben lassen und seine Zeit sinnvoller nutzen.
Das trifft aber nicht nur auf das Bloggen, sondern nahezu jede Tätigkeit zu.
Ich hatte gleich am Anfang des Threads meine Gründe fürs Bloggen geschrieben:
- Weil es mir Spass macht und ich gerne schreibe
- Weil ich zu vielen Dingen in meinem Business eine ganz eigene, auf langer Erfahrung beruhende Meinung habe, die ich so verbreiten kann
- Weil ich so Aufmerksamkeit erzielen und diese auf unsere anderen Webprojekte weiterleiten kann
- Weil ich mit einem Blog auf Aktuelles schnell reagieren kann und die Seiten innerhalb von Minuten in den Suchmaschinen stehen
- Weil ich mit einem Blog Fachkompetenz unter Beweis stellen kann
- Weil ich so Content schaffe, den ich auch als Buch publizieren kann
- Weil ich die Linkpower unserer anderen Webprojekte so erhöhen und diese damit pushen kann
Einen wichtigen hatte ich dabei noch vergessen.
Ich denke, dass Blogs eine wunderbare Ergänzung für die eigene Website sind.
So lassen sich im Blog Ansichten und Meinungen zum Thema darstellen, die den Rahmen des Webprojektes sprengen würden.
Ist ein Blog nun ein Akquiseinstrument?
In erster Linie sehe ich einen Businessblog als Teil des Marketing-Mixes, wie z.B. eine Website auch.
Mit dem Blog ist man näher am Besucher und Kunden, auf einer etwas persönlicheren Ebene, weil man sich in gewisser Weise öffnet und Einblicke ins eigene Denken und Handeln gewährt.
Ein potentieller Kunde kann so seine Meinung über einen Anbieter oder/und seine Produkte und Dienstleistungen abrunden und vielleicht die endgültige Kaufentscheidung fällen.
Braucht jeder einen Businessblog?
Das ist eine ähnliche Frage wie braucht jeder eine Website oder jeder Radiowerbung.
Die Antwort ist in allen Fällen sehr individuell, vom eigenen Business, aber auch der Person des Unternehmers abhängig.
Ein Blog sollte genauso wenig wie jedes andere Marketinginstrument nur Selbstzweck sein und ein lieblos geführter Blog, dessen Einträge Schnee von gestern sind, ist in der Tat reine Zeitverschwendung.
Sonntag, 26. August 2007
Zweifelhaftes Experiment
Mit grosser Anteilnahme betreibt M.S. in seinem Blog im Moment ein sogenanntes Experiment.
Er will testen ob und wie es sich auswirkt, wenn man Jemanden über die Funktion "Bezahlte Links melden" in den Webmastertools von Tante G. anschwärzt.
Und natürlich will er das in seinem Blog, wenn auch anonymisiert, dokumentieren.
Auch wenn ich selbst so gut wie gar keine Links tausche, nicht auf den Gedanken kommen würde, welche zu mieten oder zu kaufen, auch gerne mal selbst zu provozierenden Titelüberschriften greife und heisse Themen anfasse, muss man wirklich über Leichen gehen, um dem eigenen Blog mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen?!
Und nehmen wir mal an, Ms "Opfer" verschwindet von seinem 3. Platz in den Serps, dann lässt sich vielleicht ein Zusammenhang mit der Meldung von M. vermuten, mehr aber auch überhaupt nicht.
Die Serps ändern sich ständig. Da braucht man gar nicht die vielen Hilferufe in den Webmaster-und SEO-Foren zu lesen, das merkt doch Jeder immer wieder am eigenen Leibe.
Wer also könnte mit Bestimmtheit einen Zusammenhang zwischen der Meldung von M. und der Änderung der Serps annehmen? Niemand, der sich auch nur ein wenig in der Welt der Suchmaschinen auskennt.
Und wenn tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der Meldung von M. und dem Verschwinden des "Opfers" bestehen würde, wer in Dreiteufelsnamen könnte aus einem derartigen Versuch darauf schliessen, dass es jedes Mal so passiert.
Also, ein überaus fragwürdiges Experiment, das nur der Publicity des Blogs von M. dient.
Und wenn ich dann noch lese, dass er am 21.08. schreibt, dieses Petz-Tool gäbe es seit einer Woche, was ja ganz klar den Tatsachen widerspricht (einen Abakus-Thread zum Thema gab es schon am 20.6.), dann frage ich mich ernsthaft, was dieser Zirkus soll!
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Labels: aufmerksamkeit, Backlinks, Blog
Dienstag, 14. August 2007
Ist SEO wirklich out?
Da bemühe ich heute früh Tante G. , um festzustellen, ob der Blog schon indexiert ist - Ist er noch nicht (er ist ja auch noch ganz jung) und da fällt mir auf, dass man im Forum Formlet gegen diesen Blog und die Firma vedava schiesst, weil wir angeblich gegen SEO sind.
vedava oder ich gegen SEO?
Das ist der grösste Schwachsinn, den ich je gehört habe.
Und mir laienhafte Kenntnisse zu unterstellen, grenzt schon an Beleidigung. Man sollte sich schon vorher informieren, gegen wen man zu Felde zieht - nicht wahr, die Herren?!
Ich habe im 1. Beitrag des Blogs klar formuliert, warum ich den Titel "SEO ist out" gewählt habe.
Ja, ich will provozieren. Zum Nachdenken provozieren!!!
Natürlich ist SEO nicht out.
SEO gibt es, solange es Suchmaschinen gibt und wird es weiter geben.
Und ich betreibe SEO seit 12 Jahren.
Wir brauchen auch gar nicht diskutieren, was SEO ist. Auch wenn man meint, mir unterstellen zu müssen, ich setze ausschliesslich auf Onpage-Optimierung.
Das ist Quatsch mit Sosse!!!
Das Wesen des Internets beruht auf der Verlinkung.
Richtig ist:
Ich vertrete die Auffassung, dass SEO allein eine Website nicht dauerhaft erfolgreich macht. Dazu gehören viele andere Faktoren.
Eine Website muss für den Besucher attraktiv sein und zwar so, dass er immer wieder kommt und anderen davon erzählt.
Ein Platz 1 bei einem gefragten Key bringt sicher viele Besucher, aber auch Käufer?!
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conni
um
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